Standardsituationen leiten: Freistoß, Strafstoß und Mauer kontrollieren
Bei ruhenden Bällen entscheidet klare Organisation über Fairness und Spielfortsetzung. Die Details richten sich nach dem aktuellen IFAB-Regelwerk.
Auf einen Blick
- Vor der Ausführung eindeutig entscheiden
- Abstand und Mauer kontrollieren
- Pfiff und Freigabe unterscheiden
- Strafstoß strukturiert leiten
- Nachbereitung mit Originalregel
1. Vor der Ausführung eindeutig entscheiden
Klär zunächst Art und Ort der Spielfortsetzung. Bei direkten und indirekten Freistößen ergeben sich unterschiedliche Wege zum Torerfolg. Ein indirekter Freistoß wird mit erhobenem Arm angezeigt, solange das Signal regelgemäß erforderlich ist.
2. Abstand und Mauer kontrollieren
Gegner müssen grundsätzlich den vorgeschriebenen Abstand einhalten; Sonderregeln können beispielsweise für die Position innerhalb des eigenen Strafraums gelten. Bei einer Abwehrmauer aus mindestens drei Verteidigern gilt zusätzlich die Distanz der Angreifer zur Mauer nach IFAB. Nicht mit veralteten Internetgrafiken arbeiten.
3. Pfiff und Freigabe unterscheiden
Der Schiedsrichter muss klar kommunizieren, ob die schnelle Spielfortsetzung zulässig ist oder auf den Pfiff gewartet werden soll. Besondere Situationen, etwa die Korrektur eines Abstandes, können eine ausdrückliche Freigabe erfordern. Nicht jeder Freistoß benötigt automatisch einen erneuten Pfiff.
4. Strafstoß strukturiert leiten
Prüfe Torwartposition, ausführende Person sowie die Position der übrigen Spieler gemäß IFAB-Regel 14. Beobachte mögliche Vergehen und wende die entsprechenden Folgen an; vereinfachte pauschale Wiederholungsregeln sind häufig falsch.
5. Nachbereitung mit Originalregel
Behalte ein aktuelles IFAB-Dokument oder den offiziellen Regelzugang griffbereit. In schwierigen Fällen notiere Regel, Ereignis und Entscheidung und bespreche sie mit der Schiedsrichteransetzung. Lokale Wettbewerbsbestimmungen können organisatorische Besonderheiten enthalten.