DFB-B-Lizenz: Voraussetzungen, Eignungstest und 120 LE richtig planen
Was nach der C-Lizenz kommt: B-Lizenz-Profil, Trainerpraxis, Auswahl und reale organisatorische Fragen vor der Bewerbung.
Auf einen Blick
- Für welche Trainingsarbeit die B gedacht ist
- Zulassung rechtzeitig klären
- Die Eignung fachlich vorbereiten
- Ausbildungs- und Arbeitsaufwand kalkulieren
- Nach Abschluss verantwortlich einsetzen
1. Für welche Trainingsarbeit die B gedacht ist
Die DFB-B-Lizenz richtet sich an ambitionierte Jugend- und Erwachsenentrainerinnen und -trainer und wird von Landesverbänden angeboten. Sie umfasst 120 LE, davon mindestens 60 LE profilspezifisch. Entscheide vor der Bewerbung, ob das Profil Jugend oder Erwachsene zur eigenen Tätigkeit und Entwicklung passt.
2. Zulassung rechtzeitig klären
Die Landesverbände prüfen unter anderem eine gültige C-Lizenz, praktische Trainertätigkeit und gegebenenfalls eine sportliche Eignung. Die DFB-Seite nennt mindestens sechs Monate Trainerpraxis als wichtigen Anknüpfungspunkt. Welche Nachweise, Bewertungsformen oder Auswahltermine dein Landesverband konkret fordert, muss der aktuellen Ausschreibung entnommen werden.
3. Die Eignung fachlich vorbereiten
Bereite ein eigenes Trainingskonzept vor, das Ziel, Spielerzahl, Feld, Belastung, Organisation und Beobachtungspunkte erklärt. Wer eine Spielform nicht nur demonstriert, sondern auch anhand echter Situationen anpasst, zeigt anwendbares Coaching. Nicht mit vermeintlich auswendig zu lernenden Musterlösungen arbeiten: Kriterien des jeweiligen Eignungstests bleiben maßgeblich.
4. Ausbildungs- und Arbeitsaufwand kalkulieren
Berücksichtige die gesamte Zeit für Präsenz, digitale Lernphasen, Trainingspraxis, Aufgaben und Prüfungen. 120 LE bedeuten nicht automatisch 120 Zeitstunden oder eine feste Anzahl Wochenenden. Kläre außerdem Ausfalltermine, Fristen, Kosten, Urlaubstage und die Anforderungen an eine dauerhaft betreute Mannschaft.
5. Nach Abschluss verantwortlich einsetzen
Welche Spielklassen durch die Lizenz abgedeckt sind, ergibt sich aus der aktuellen DFB-Ausbildungsordnung und den Wettbewerbsbestimmungen. Bezeichnung, Einsatzbereich und Fortbildungsverpflichtung sind getrennte Fragen. Für den nächsten Schritt B+, A oder andere Lehrgänge erneut die jeweils aktuelle individuelle Zulassung prüfen.